Soulfood – ganz unerwartet

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Den Tag über bin ich heute doch recht schweigsam. Kommt tatsächlich vor, wenn mich keiner anspricht und ich schreibe. Draußen nieselt es novemberlich, dunkel wird es auch schon, mein Magen knurrt und ich entscheide mich – äußerst widerwillig – meine behagliche Kreativinsel zu verlassen und, zwecks Nahrungsbeschaffung, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen.

Weil ich grad in Baden-Baden bin, steuere ich einen, meinem Standort am nächsten gelegenen Supermarkt, an, in den ich grundgefühlt äußerst ungern gehe. Somit nur, wenn’s dringend sein muss. Vor dem Eingang eine Herde Hunde, allesamt freundlich, nebst einer Horde rucksackbepackter Herrchen mit Fahne, die meine vorsichtige Zurückhaltung sofort erkennen und mir, mit den Worten: „Die machen nix, da kannste ruhig vorbeigehen“, quasi Geleitschutz geben, auf das ich die schöne, bunte Einkaufswelt unversehrt betrete.

Rechts neben dem Gemüsestand stehen die roten Einkaufskörbe ineinander gesetzt. Vor mir ein junger Herr, der gerade damit beschäftigt ist, den Müll, den ein anderer Einkäufer hinterlassen hat, aus dem ersten Körbchen, das er für sich in Erwägung zieht, ins nächste Körbchen zu verfrachten, was ja dann meins wäre. Der Reihe nach… Als er erst auf meine Schuhe und dann relativ fix – ertappt – in mein Gesicht guckt.

Unerwartet-unverhofft grinst dieser Mann verschmitzt, entschuldigt sich höflich, nimmt vor meinen staunenden Augen den Müll aus „meinem Körberl“ wieder raus und entsorgt ihn tatsächlich in einem dafür vorgesehen Eimer. „You made my day! Danke!“ Das sind übrigens die ersten Worte, die ich überhaupt an diesem Tag an ein Lebewesen richte. Er lächelt leise in sich hinein und widmet sich den Tomaten, ich lächle freudigst aus mir heraus, komme so beschwingt auch total locker am Schokoladenstand vorbei und wähle, statt angeblich glücklichmachender Sweets, entschlossen eine Packung Schmelzkäse, Multivitaminsaft und zweimal Grießpudding.

Novembernieselgrau? Egal. Gerade eben hab ich ein bißchen „Soulfood“ genascht…da scheint die Sonne innerlich 😉

4 Kommentare zu Soulfood – ganz unerwartet

  1. Ach Liebelein, das war heute auch kein Tag, an dem frau gerne rausgeht. Dir geht es wie mir, tagsüber spreche ich kaum ein Wort. Vielleicht mal kurz mit meinem Kater und das wars dann.
    Liebe Grüße und, ich muß jetzt auch was essen.
    Karin

  2. Schatzilein ein Beitrag namens Soulfood in dem Schmelzkäse vorkommt kann nicht wirklich gut sein gggg by the way danke für unser Gespräch , es tat echt gut

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