Der Zahn der Zeit….

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Aufgrund der ernüchternden Resonanz unserer Tochter auf meinen gezogenen Zahn, bebildere ich diese Geschichte lieber mit Mias Trophäen.

Aufgrund der ernüchternden Resonanz unserer Tochter auf meinen gezogenen Zahn, bebildere ich diese Geschichte lieber mit Mias Trophäen.

Himmel was für eine Freude, wenn die ersten Zähnchen durch sind. Bei unserer Tochter Marie, bei Enkeltochter Mia und, ja, auch bei mir. Mein Papa hat das in meinem Fall im Januar 1964 in einem Büchlein genau festgehalten. „Zwei Zähnchen unten im siebenten Monat…“. Fortan heißt es: Durchbeißen.  Nicht minder groß die Freude, wenn die ersten Wackelzähne sich ankündigen. Hat mein Papa auch aufgeschrieben. Meine Schultüte trage ich 1969 im Trachtenkostüm – stolz, mit breitem Grinsen und einer Riesenzahnlücke vorne, oben. Enkeltochter Mia gelingt in der ersten Klasse mitten im Unterricht der ganz große Wurf: Zwei Wackelzähne unten (wahrscheinlich die Sorte, die bei mir als erste aufgetaucht war) hat sie quasi wie das tapfere Schneiderlein auf einen Streich entwurzelt. Und ihr Lehrer hat die Produkte dieser Heldentat in zwei selbstgebastelte Tütchen gepackt, die sie stolz mit nachhause bringt. Mein Zahnarzt hat mich gestern von einem maroden Eckzahn befreit. War schon Eiter drunter letzte Woche. Nur für die, die’s wissen wollen. Ich war megatapfer und bat natürlich darum, den Zahn mitnehmen zu dürfen. Daheim hab ich ihn in einem Eierbecher gewässert, zwecks Säuberung und natürlich, um ihn hinterher stolz herumzeigen zu können. Leider ist die Resonanz auf meine Trophäe nicht so bahnbrechend jubelnd, wie erhofft. Gut – es war ja auch nur einer….Wobei ich mir wirklich nicht sicher bin, ob die Freude bei zweien größer gewesen wäre. Maries einziger Kommentar, als sie den Eierbecher mit ungewöhnlichem Inhalt an der Spüle entdeckt: „Igitt, was’n das….“. Na toll.  Mein Zahn der Zeit….und Zeiten ändern sich eben. Zähne auch. Und das Lächeln verkneife ich mir jetzt erstmal, bis der Zahnersatz da ist.

 

3 Kommentare zu Der Zahn der Zeit….

  1. Inge Vorspel-Hartard // 6. April 2016 um 15:06 // Antworten

    …und beim nächsten breiten Lachen, Lächeln, Grinsen … schreit da jemand oder gar jeder: „HAND VORN MUND“…..

  2. Hallo Gabi,
    kann mich noch genau erinnern, wie es bei mir war 😉

    LG Caro

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